Ein Museum, welches einen anderen Blick auf die Frauen wirft, fernab jeglicher Klischees. Bereits ab dem fernen Jahre 1309 hatten hier Frauen das Kommando. Hier, das ist das ehemalige Klarissenkloster am Kornplatz in Meran. Das wuchtige Gebäude wurde im 18. Jahrhundert zwar weltlichen Bestimmungen zugeführt (der heutige Besitzer ist eine Bank!), zum einen aber halten die prächtigen Kreuzgänge im Parterre die Erinnerung an die Klosterfrauen wach, zum anderen nimmt seit einigen Jahren das Meraner Frauenmuseum den obersten Stock des Gebäudes ein.
Der helle, lang gestreckte Ausstellungsraum des Frauenmuseum Meran wird zu beiden Seiten von großen Glaskästen begrenzt, welche die thematisch gesammelten Exponate geschickt räumlich getrennt halten. Selbstverständlich dreht sich alles um die Frau und die Weiblichkeit. Geschickt versucht die Museumsleitung unter der Führung der Präsidentin Ingrid Prader den Besucher nicht mit einer reinen Präsentation von Museumsstücken abzufertigen, sondern beim Besucher ein Verständnis für das Frauenbild zu entwickeln und die Rolle der Frau in der Geschichte, aber auch in der heutigen Gesellschaft zu hinterfragen.
Zu den besonderes sehenswerten Ausstellungsstücken gehören die Mechanik der alten, immer noch funktionstüchtigen Turmuhr, welche auf die Entwicklung der Frau im Laufe der Zeit hinweist, ein Überblick über die Entwicklung von Produkten und Techniken zur Schönheitspflege, Modestücke und Alltagsbekleidung aus unterschiedlichen Epochen. Frauenthemen wie der monatliche Zyklus, die Rolle der Frau im Berufseben mit all seinen Hürden werden ebenso thematisiert wie die ihr über Jahrhunderte angestammte Rolle als Mutter und Hausfrau.
Frauenmuseum Meran
Meinhardstr. 2
39012 Meran – Südtirol – Italien
www.museia.it – info@museia.it
Tel. +39 0473 231216
Fax. +39 0473 239553





